Entwicklung Hypothekarzins Q3/2011

Entwicklung Hypothekarzins Q3/2011
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Entgegen den ursprünglichen Erwartungen an die Zinsen im Frühsommer 2011 sind diese im dritten Quartal 2011 weiter gesunken. Im Durchschnitt sind die Zinsen im Q3  für 10jährige Festhypotheken von 3.2% auf 2.7% gesunken. Betrachtet man die Hypozinsen im September 2011, so sind die Zinsen gar noch stärker, auf 2.5%, gesunken. Dies ist das Ergebnis des Hypotheken-Barometers von comparis.ch, welches auf den täglich aktualisierten Richtzinsen von 65 Kreditinstituten basiert.

Nicht nur haben sich die Zinsen für Hauskäufer positiv entwickelt, sondern auch die Nachfrage hat sich im Quartalsvergleich stark verändert.

Veränderte Nachfrage der Eigenheim-Besitzer

Wir propagieren schon seit längerem, dass für solche Hausbesitzer, die ein gewisses Risiko eingehen können und wollen, Libor-Hypotheken langfristig gesehen am günstigsten sind. Das sehen auch immer mehr Schuldner so. Während sich von April bis Juni 2011 nur 9% für eine  Libor-Hypothek interessierten, stieg dieser Anteil von Juli bis September 2011 auf 13% und betrug im September sogar 20%. Damit hat sich die Nachfrage innerhalb eines Jahres vervierfacht und einen historischen Höchststand erreicht.

Bei den Festhypotheken hat sich die Nachfrage nach langen Laufzeiten von sieben oder mehr Jahren erhöht: Fast zwei Drittel alles Anfragen zu Festhypotheken betraf lange Laufzeiten.

Somit setzt ein wachsender Teil der Haus- und Wohnungsbesitzer auf kurzfristige Geldmarkhypotheken, die ein grösseres Zinsschwankungsrisiko aufweisen, aber historisch betrachtet am günstigsten waren. Ein Grossteil setzt jedoch weiterhin auf Festhypotheken und versucht, das gegenwärtig tiefe Zinsniveau für sehr lange Zeit zu binden.

Beide Strategien können sinnvoll sein. Eine weitere Möglichkeit ist, die Hypothekarschuld zu splitten. Ein Teil wird mit einer Festhypo finanziert, und ein anderer Teil mit einer Libor-Hypothek. So kann man zumindest teilweise von den sehr tiefen Zinsen (aktuell unter 1.0%) profitieren und  begrenzt das Risiko, bei einem plötzlichen Zinsanstieg für die gesamte Hyposchuld massiv höhere Kosten tragen zu müssen.

 

 

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