Knapp jeder 12. wechselte im 2014 seine Krankenkasse

Knapp jeder 12. wechselte im 2014 seine Krankenkasse
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Gemäss einer repräsentativen Umfrage von Comparis, welche Ende 2014 bei 4‘000 Schweizern durchgeführt wurde, haben im vergangenen Prämienherbst 650‘000 Schweizerinnen und Schweizer ihre Krankenkasse gewechselt. Das entspricht 8.1% der Versicherten.

Vergleichen mit den Vorjahren ist dies etwas mehr: Im 2013 wechselten 7.5% ihren Krankenversicherer, und im Jahr zuvor waren es 6.8%. Allerdings sind vergangenen Herbst die Prämien mit 4-5% deutlich stärker gestiegen als in den Vorjahren, weswegen Marktbeobachter sogar eine höhere Wechselquote erwartet hatten.

Denn elf von zwölf Schweizern sind nicht beim günstigsten Anbieter und könnten mehrere hundert oder sogar über tausend Franken bei einem Wechsel sparen. Dass also nicht mehr Personen die Krankenversicherung gewechselt haben, liegt an anderen als monetären Gründen: Einerseits werten Schweizer die Treue zum Anbieter hoch und wollen nicht wegen „ein paar Franken“ wechseln wenn sie zufrieden mit dem Service sind, und andererseits scheuen sie den Aufwand eines Wechsels. Dabei ist dieser administrative Aufwand relativ bescheiden: Krankenkassenofferten vergleichen kann man online (z.B. hier auf FinanzMonitor), danach muss man nur eine Offerte verlangen, diese unterschreiben und schon ist man beim neuen Anbieter versichert. Wenn Versicherungsleistungen benötigt werden, kommt aber nochmals etwas Aufwand hinzu, da die Versicherungen unterschiedliche Formulare und Prozesse haben, um Kosten für Arzt, Spital oder Medikamente zurückzufordern.

Ein zweiter grosser Hebel ist der Wechsel der Franchise. Je mehr der Kosten man selbst trägt, umso tiefer ist die monatliche Prämie. Als Faustregel gilt, dass Personen mit hohen Arztkosten am günstigsten mit der tiefsten Franchise fahren, während Gesunde die höchste Franchise wählen sollten (sofern sie rund CHF 2‘500 selbst tragen könnten).

Der dritte Hebel für günstigere Prämien ist der Wechsel weg vom Standardmodell in ein Spezialmodell wie Hausarzt, Telemed oder HMO. Allen ist gemein, dass man sich (ausser in Notfällen) etwas einschränkt, und dafür deutlich Geld sparen kann.

Am besten fährt man, wenn man diese drei Hebel kombiniert, und beim Wechsel des Anbieters gleich auch noch die Franchise und das Versicherungsmodell überprüft.

Der nächste Zeitpunkt zum Wechseln ist der kommende Herbst: im September werden die neuen Prämien fürs 2016 veröffentlicht, und man hat wiederum bis Ende November 2015 Zeit, seine alte Krankenversicherung zu kündigen (die Kündigung muss bis Montag, 30.11.2015 bei der aktuellen Krankenkasse eingetroffen sein). Wenn Sie diesen Termin nicht verpassen wollen, dann melden Sie sich einfach hier für unseren Newsletter an. Wir senden Ihnen rechtzeitig eine Kündigungserinnerung und schenken Ihnen zusätzlich unser kostenloses eBook mit den 10 wichtigsten Spar-Tipps für Schweizer.

 

 

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